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Vereinsgeschichte

Im Jahre 2007 feierte der Bezirksfischereiverein Fürstenfeldbruck e.V. sein 100. Gründungsfest, ein Jubiläum, dass nur wenige Vereine feiern können. Daraus lässt sich folgern, dass sich die Mitglieder des Vereins ihrer Traditionen, die neben anderem von der Fischgerechtigkeit und der Fairness gegenüber der Kreatur getragen werden, stets bewusst waren und sich aus bescheidenen Anfängen des Jahres 1907 eine Organisation der Brucker Fischer entwickelt hat, die durchaus eine gesellschaftspolitische Aufgabe erfüllt und deren Tätigkeiten mehr denn je auf Prinzipien der Eigeninitiative, Eigenverantwortung und dem stetigen Willen zur Selbsthilfe beruhen. Die Gründerväter des Vereins hatten sich die Umsetzung ehrgeiziger ökologischer Ziele zur Aufgabe gemacht, die bis heute unverändert gelten.

Der gemeinnützige Verein sieht auch heute eine seiner Hauptaufgaben darin, die insbesondere durch anthropogene Einflüsse bedrohte Natur, vor allem die von ihm bewirtschafteten Gewässer und deren Fischfauna und Flora zu schützen und zu bewahren. Die Artenvielfalt, die die Amper in den Zeiten unserer Vorfahren prägte, und die als selbstverständlich angesehen wurde, nimmt stetig ab und viele der noch vorhandenen Arten haben einen Gefährdungsstatus in der aktuellen „Roten Liste“. Deshalb sind die Brucker Fischer im Rahmen ihres auf Nachhaltigkeit ausgerichteten gesetzlichen Hegeauftrages seit Jahren engagiert bemüht, diese auf mannigfaltigen Ursachen beruhenden Defizite zu kompensieren.

Erfolge werden sich allerdings erst dann in einem breiten Rahmen abzeichnen, wenn es gelingt, die an unseren Gewässern nicht mehr vorhandene ökologische Balance wieder herzustellen und weitere die Natur beeinträchtigende Faktoren zu beseitigen. Und dies kann nur über einen gesamtgesellschaftlichen, die Politik einbeziehenden Konsens, der keinen Spielraum für egoistische Individualinteressen lässt, erreicht werden.

Das Engagement der Brucker Fischer stimmt auch für die Zukunft optimistisch und es bleibt zu hoffen, dass auch spätere Generationen, unsere Kinder und Kindeskinder, die Liebe zur Natur und die Leidenschaft für die Fischerei in sich verspüren und ihnen die Natur dies mit dem Glück eines erfüllten Tages am Gewässer vergelten kann.

Fürstenfeldbruck, im September 2007

1. Vorsitzender Eberhard Roese (2003-2010)
(verstorben am 08. Dez. 2010)